Euböa – ein stiller Schatz neben dem Festland Griechenlands

Stell Dir eine Insel vor, die so vielfältig ist, dass sie gleichzeitig Berge, dichte Wälder, heiße Thermalquellen und ruhige Strände bietet – und das alles nur eine kurze Brücke von Athen entfernt. Das ist Euböa (auf Griechisch Εύβοια, Evia), die nach Kreta zweitgrößte Insel Griechenlands, aber weit weniger überlaufen als viele andere griechische Traumziele. Genau diese Authentizität macht sie reizvoll – sie ist ein Ort für Entdecker, Naturfreunde und alle, die eine echte, griechische Insel erleben wollen.

Anmerkung: Im Text wird zwischen der deutschen (Euböa) und der griechischen Bezeichnung (Evia) öfter gewechselt.

Geografie und Landschaft der Insel Euböa

Euböa ist eng mit dem griechischen Festland verbunden. An vielen Stellen, wie auch im Nordwesten, ist das Festland nur wenige Kilometer entfernt.  Zwei Brücken überqueren die Meerenge des Euripos und machen die Insel leicht zugänglich. Mitten in Chalkida, wo sich die alte Brücke (hier ein Link zur Livecam) befindet, sind es nur rund 40 Meter bis zur Insel. Der Euripos ist weltweit bekannt für sein einzigartiges Naturphänomen: Das Wasser der Meerenge weist starke Strömungen auf, die mehrfach täglich ihre Richtung ändern. Die Strömung wechselt regelmäßig, etwa alle sechs Stunden die Richtung – vergleichbar mit Gezeiten.

Die Insel erstreckt sich über rund 175 km und ist geografisch sehr unterschiedlich: Im Norden Euböas findest du dichte Pinienwälder und Bergregionen, im Süden dagegen eher karge, sonnige Küstenabschnitte. Während die Westküste eher touristisch erschlossen ist, zeigt sich die Ostküste meist gebirgig und felsig, besonders im mittleren und südlichen Abschnitt. Es gibt zahlreiche kleine Buchten, felsige Strände und wenige größere Sandstrände. Die Berge fallen hier oft direkt ins Meer ab, was spektakuläre Küstenlandschaften mit steilen Klippen erzeugt.

Die Küstenlinie insgesamt ist lang, mit zahlreichen Buchten und Inselchen in unmittelbarer Nähe. 
Das Klima ist mediterran – milde Winter, heiße Sommer – ideal, wenn du Wandern, Baden oder einfach Entspannen planst.

Auf Euböa (Evia) gibt es mehrere markante Gebirgszüge. Die höchsten Berge der Insel sind:

Dirfys (Δίρφυς)

  • Höhe: ca. 1.743 m
  • Lage: Zentrales Euböa, östlich von Chalkida
  • Besonderheiten: Der höchste Berg der Insel. Steil, imposant und oft sogar im Winter schneebedeckt. Rundherum liegen Bergdörfer wie Steni, ein beliebter Ausgangspunkt für Wanderer.

Ochi (Όχη / Oche)

  • Höhe: ca. 1.398 mLage: Südliches Euböa, oberhalb von Karystos
  • Besonderheiten: Bekannt für die Drakospita („Drachenhäuser“) – mysteriöse megalithische Bauten – und für seine spektakuläre Aussicht über das Kap Kafireas und die Petalioi-Inseln.

Pyxaria (Ψαχνά / Piksaria / Pixaria)

  • Höhe: ca. 1.344 m
  • Lage: Nordzentraler Teil der Insel, zwischen Messapia und dem nördlichen Gebirgszug
  • Besonderheiten: Weniger touristisch, aber sehr grün und reich an Wäldern.

Kandili (Κανδήλι)

  • Höhe: ca. 1.236 m
  • Lage: Nordwestküste bei Limni – der imposante, lange Gebirgszug, den man vom Meer aus gut erkennen kann
  • Besonderheiten: steile Abhänge zum Meer, spektakuläre Wanderrouten.

Geschichte in Kürze

Evia blickt auf eine reiche Geschichte zurück. Bereits in der Antike war die Insel ein strategisch wichtiger Ort: So fand unter anderem der Lelantine-Krieg statt, in dem die Stadtstaaten Chalkis und Eretria um fruchtbares Land kämpften.
Ein weiterer historischer Meilenstein war die Belagerung von Eretria im Jahr 490 v. Chr. durch die Perser – ein wichtiges Ereignis im Kontext der Perserkriege.
Außerdem war Euböa religiös bedeutsam: In Amarynthos stand ein berühmter Tempel der Artemis, der bereits in der Antike eine zentrale Rolle spielte.
Im Mittelalter prägten byzantinische und später fremde Herrscher die Insel, und im 16. Jahrhundert wirkte hier der verehrte Heilige David von Euböa, der ein Kloster gründete.

Bevölkerung und Verwaltung

Die langgestreckte Insel ist in mehrere Verwaltungsbezirke gegliedert, wobei Chalkida (Χαλκίδα) das wirtschaftliche und administrative Zentrum darstellt.
Auf Evia leben rund 200.000 Menschen (Zahlen schwanken je nach Quelle). In Chalkida, der Hauptstadt der Insel, leben rund 110.000 Einwohner*innen, also mehr als die Hälfte der Inselbewohner*innen. Neben städtischen Bereichen findest Du auf der Insel viele traditionelle Dörfer, in denen Landwirtschaft, Fischerei und kleine Handwerksbetriebe das tägliche Leben prägen.

Wirtschaft und Infrastruktur

Die Wirtschaft von Euböa stützt sich stark auf Landwirtschaft – du wirst hier Olivenhaine, Zitrusbäume und Gemüsefelder sehen. Fischerei entlang der Küsten spielt ebenso eine Rolle.
Ein bedeutungsvoller Wirtschaftsfaktor ist der Tourismus, allerdings nicht der Massentourismus. Stattdessen dominieren sanfter, nachhaltiger Tourismus und Naturreisen.
Verkehrstechnisch ist Euböa gut angebunden: Du kannst über die Brücken oder per Fähre auf die Insel gelangen. Für die Fortbewegung auf der Insel ist ein Auto sehr hilfreich, vor allem, wenn Du abgelegene Regionen erkunden möchtest.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Wenn Du in Euböa bist, darf Chalkida nicht fehlen: Die Stadt vereint moderne Lebensqualität mit historischer Atmosphäre. Alte neoklassizistische Gebäude, ein lebendiger Stadtmittelpunkt entlang der Uferpromenade und das Wahrzeichen der Brücke über den Euripus prägen das Bild. 
Eine besondere archäologische Attraktion sind die sogenannten Drakospita („Drachenhäuser“) im Süden bei Karystos. Diese geheimnisvollen Steinbauten aus riesigen, unverfugten Felsblöcken stammen vermutlich aus prähistorischer Zeit und sind von Legenden umwoben. 
Auch naturbelassene Plätze wie die Schlucht von Dimosari, Bergregionen um Dirfi oder Wanderpfade durch dichte Wälder bieten Dir einzigartige Naturerlebnisse.
Kulinarisch erwartet Dich eine reiche griechisch-euböische Küche: regionale Spezialitäten, frische Meeresfrüchte, Olivenöl und natürlich lokale Weine, kombiniert mit einem entspannten Lebensstil.

Die interessantesten Städte und Dörfer auf Euböa

Chalkida (Χαλκίδα)

Die Inselhauptstadt Chalkida ist das lebendige Tor zu Euböa und bekannt für die faszinierende Euripus-Straße, deren Strömung mehrmals täglich die Richtung wechselt. Die Stadt verbindet moderne Promenaden, Cafés und Geschäfte mit historischen Elementen wie der alten Zugbrücke, die nachts für Schiffe geöffnet wird. Beim Spaziergang entlang der Küste kannst du das urbane Inselgefühl erleben, das in Griechenland seinesgleichen sucht.

Aidipsos (Edipsos)

Aidipsos ist einer der berühmtesten Thermalorte Griechenlands, seit der Antike für seine heißen Quellen bekannt. Heute findest du dort luxuriöse Spa-Hotels ebenso wie frei zugängliche Thermalbecken direkt am Meer. Die Kombination aus warmer Heilquelle und kühlem Meerwasser macht Aidipsos zu einem ganz besonderen Erholungsziel.

Karystos

Ganz im Süden der Insel liegt Karystos, eine Stadt mit breiter Uferpromenade, vielen Tavernen und einer Mischung aus Strand, Kultur und Natur. Oberhalb der Stadt thront die imposante Festung Castello Rosso, die dir einen weiten Blick über Berge und Meer bietet. Die Region ist außerdem ein guter Ausgangspunkt für Wanderrouten und geheimnisvolle antike „Drachenhäuser“ (Drakospita).

Pefki

Pefki liegt im nördlichen Teil Euböas, nahe der Spitze der Insel. Der Name „Pefki“ kommt vom griechischen Wort für „Kiefer“ – und das passt: Die Küste und das Hinterland sind von dichten Pinienwäldern geprägt, was dem Ort ein sehr grünes, naturverbundenes Flair gibt. Der Ort war früher ein ruhiges Fischerdorf – heute ist er in der Sommersaison ein beliebter Bade- und Urlaubsort, der allerdings nicht übertouristisch wirkt, sondern eine entspannte, etwas beschauliche Stimmung behält.

Der Strand von Pefki erstreckt sich über mehrere Kilometer. Es gibt sowohl Abschnitte mit feinem Kies bzw. Sand-Kies-Mischung als auch Teile mit eher groberem Untergrund. Das Meer ist sehr sauber und klar – das Wasser eignet sich gut zum Schwimmen. Viele Strandbereiche sind mit Infrastruktur versehen: Du findest Liegen, Sonnenschirme, Bars oder Cafés direkt am Wasser – aber weil der Strand lang ist, verteilen sich die Besucher gut und es bleibt genug Platz.

Pefki ist ideal für einen Urlaub auf Euböa, wenn du die Nordküste erkunden möchtest und weder Menschenmassen noch überfüllte Beach-Resorts willst – genug Platz, nette Atmosphäre und sauberes Wasser.

Styra & Nea Styra

Styra im Inselinneren und sein Küstenort Nea Styra gehören zu den charmantesten Flecken Süd-Euböas. Das Bergdorf Styra besticht durch traditionelle Steinarchitektur und den Zugang zu den gut erhaltenen Drakospita, die wie prähistorische Megalithhäuser wirken. Nea Styra hingegen bietet entspannte Strände, Tavernen mit Blick auf das Festland und eine entspannte Urlaubsatmosphäre.

Limni

Das malerische Küstenstädtchen Limni liegt wie ein Amphitheater an einem ruhigen Golf und beeindruckt mit engen Gassen, alten Kapellen und einer gemütlichen Promenade. Es liegt an der Westküste auf halber Strecke von Chalkida zur Nordküste. Limni hat eine lange Seefahrer-Tradition und ihre Einwohner waren in der Technik des Schiffsbaus bewandert, für die sie weit über die Grenzen hinaus bekannt waren.

Limni auf Euböa

Blick auf die Bucht von Limni

Die Gegend ist für ihren entspannten Charakter bekannt und eignet sich perfekt für Reisende, die Ruhe suchen. In der Nähe findest du das Frauenkloster Galataki, etwas nördlich oberhalb der Küste, und das Kloster Agios Nikolaos, das wunderschön in den Hang gebaut wurde. Beide Klöster bieten großartige Ausblicke und sind historisch bedeutsam. Rund um Limni findest du üppige Vegetation aus Olivenhainen und Pinienwäldern. Limni bietet im Ort selbst und der näheren Umgebung einige Sand- und Kiesstrände.

Marmari

Der Ort liegt im südöstlichen Teil von Euböa, in einer schönen Bucht gegenüber dem griechischen Festland, genauer gegenüber Rafina. Marmari hat mehrere schöne Strände. Besonders bekannt ist die „Chrissi Ammos / Golden Sand“-Bucht, die flaches, türkisfarbenes Wasser bietet.
Durch die direkte Fährverbindung zum Festland ist Marmari gut erreichbar. Durch die schnelle Erreichbarkeit von Athen kommen viele Besucher aus der Hauptstadt nach Euböa. 

Der Strand von Marmari auf Evia

Der Strand von Marmari

Rovies

Rovies ist berühmt für seine ausgedehnten Olivenhaine, die zu den größten auf Euböa gehören. Der Ort liegt direkt am Meer und ist ideal für ruhige, naturnahe Ferien. Besonders schön ist der lange Strand, der von üppigem Grün eingefasst wird und eine entspannte Atmosphäre bietet.

Kymi

Kymi liegt hoch über der Ägäis und wird oft als „Balkon zum Meer“ bezeichnet. Das Dorf besticht durch traditionelle Architektur, schmale Straßen und tolle Aussichtspunkte. Der nahe Hafen Kymi ist gleichzeitig der wichtigste Ausgangspunkt für Fähren zur Insel Skyros. Zudem ist die Gegend für ihr ausgezeichnetes Olivenöl und ihre Seidenproduktion bekannt.

Steni Dirfyos

Das Bergdorf Steni Dirfyos (oft auch „Steni Dirfis“ genannt) ist das Zentrum der Wanderregion um den Berg Dirfi, dem höchsten Gipfel Euböas. Der Ort ist umgeben von Kastanienwäldern und kalten Gebirgsquellen und wird von vielen Athenern am Wochenende besucht. Von hier aus starten zahlreiche Wanderwege, darunter auch die Route von Steni Dirfyos auf den beeindruckenden 1.743 m hohen DirfiAufgrund der Höhenlage unterscheidet sich das Klima und die Vegetation deutlich von den Küstenorten Euböas – frischer, grüner, waldreicher. Der Ort strahlt Gelassenheit aus; er ist kein touristisches „Bettenlager“, sondern eher Ausgangspunkt für Wanderer, Naturfreunde und Urlauber, die das Ursprüngliche suchen.

Umgebung von Steni Dirfyos auf Euböa

Umgebung von Steni Dirfyos auf Euböa

Weitere Sehenswürdigkeiten auf Euböa

Nicht nur die Orte auf Evia sind sehenswert. Es gibt viele weitere Orte auf der Insel, die einen Besuch lohnenswert machen:

Dimosari-Schlucht

Die Dimosari-Schlucht ist eines der eindrucksvollsten Naturerlebnisse der Insel. Du wanderst durch üppige Vegetation, vorbei an Felsen, Wasserläufen und kleinen Wasserfällen, die sich bis zum Meer hinunterziehen. Die Strecke endet an einem traumhaften Strand – ein Highlight für alle Outdoor-Fans.

Lichadonisia

Die kleine Inselgruppe ganz im Nordwesten von Euböa, zwischen der Küstenstadt Agios Georgios (Lichada) und dem Festland bei Kamena Vourla. Man nennt sie oft die „Bahamas Griechenlands“, weil das Wasser türkis und sehr klar ist und die Inselchen fast tropisch wirken.

Die Gruppe aus kleinen, unbewohnten Inselchen entstand durch einen großen Vulkanausbruch in der Antike. Bekannt ist Lichadonisia (griechisch Λιχαδονήσια) für kristallklares Wasser (ideal zum Schnorcheln) und für Bootsausflüge sowie als Heimat einer Robbenkolonie (Mönchsrobben). Du erreichst sie per Ausflugsboot von Agios Georgios (Lichada) oder vom Festland aus Kamena Vourla.

Lichadonisia

Luftaufnahme – oft auch „Bahamas von Griechenlands“ genannt

Loutra Edipsou

Im Norden der Insel liegt Loutra Edipsou (griech. Λουτρά Αιδηψού, oft auch Aidipsos geschrieben). Loutra Edipsou ist eines der ältesten und bekanntesten Thermalbäder Griechenlands. Seine heißen Quellen werden seit dem Altertum genutzt – schon die Römer bauten hier Badeanlagen, von denen teils noch Reste erhalten sind. Das schwefelhaltige Wasser tritt an vielen Stellen heiß aus dem Boden aus, fließt über Felsen ins Meer und bildet natürliche Wellness-Pools. Das Thermalwasser wird traditionell zur Behandlung von Gelenk- und Rückenbeschwerden, gegen Rheuma und Hautprobleme angewandt.

Loutra Edipsou

Loutra Edipsou – eine der Austrittsstellen des Thermalwassers

Das Theater von Eretria

Das Theater befindet sich in der antiken Stadt Eretria – also an der Westküste Euböas, nahe am Meer. Anders als viele andere griechische Theater, die an einem Hang gebaut wurden, wurde dieses Theater auf einem künstlich aufgeschütteten Halbkreis-Damm errichtet – also auf einer Art „künstlichem Hügel“. Die Anlage bestand aus den klassischen Teilen eines griechischen Theaters: dem Koilon / Cavea (Zuschauerbereich), der Orchestra (runde Aufführungsfläche) und der Szenenbühne (Stage). In seiner Blütezeit bot das Theater Platz für ca. 6.000 bis 6.300 Zuschauer.

Heute sind vor allem noch Teile der Cavea, Reste der Bühne und die Überreste eines unterirdischen Gewölbegangs (eine Art Zugangs-/Darstellungsweg) sichtbar. Das Gelände gehört zum archäologischen Bereich von Eretria – es ist besuchbar und für kulturinteressierte Reisende ein Highlight.

Die genauen GPS-Koordinaten werden oft mit ca. 38.3991 N, 23.7904 E angegeben.

Touristische Tipps & Aktivitäten

Beste Reisezeit: Frühling und Herbst sind ideal zum Wandern und Entdecken, der Sommer eignet sich perfekt für Strandurlaub.

Aktivitäten: Du kannst wandern, Mountainbiken, Kitesurfen, Schnorcheln, Bootsausflüge machen oder die heißen Quellen genießen.

Unterkünfte: Es gibt sowohl einfache Pensionen als auch hochwertige Ferienhäuser oder Wellnesshotels bei den Thermalquellen.

Nachhaltigkeitstipps: Wenn Du nachhaltig reisen möchtest, vermeide überfüllte Orte, respektiere Naturschutzgebiete und unterstütze lokale Betriebe.

Ökologie und aktuelle Herausforderungen

In den vergangenen Jahren hat Euböa stark unter großen Waldbränden gelitten. Besonders im Sommer 2021 kam es zu verheerenden Bränden in der nördlichen Region der Insel, bei denen über 500 000 Hektar Land zerstört wurden.
Die Folgen waren enorm: ökologische Schäden, wirtschaftliche Verluste, aber auch soziale Spannungen. Es wurden Untersuchungen eingeleitet, und 2024 reichten Bewohner Klagen ein – sie werfen staatliches Versagen vor.
Darüber hinaus gibt es Diskussionen über den Ausbau von Windkraftanlagen auf der Insel. Kritiker befürchten, dass dieser Ausbau die bereits geschädigte Natur weiter belastet.
Gleichzeitig laufen Wiederaufforstungs- und Schutzmaßnahmen. Aber die Herausforderung bleibt groß – sowohl in ökologischer als auch in sozialer Hinsicht.

Praktische Informationen für Reisende

Anreise

Euböa ist mit zwei Brücken mit dem Festland verbunden (bei Chalkida) oder per Fähre von verschiedenen Orten auf dem Festland:

Rafina (östlich von Athen) nach Marmari und teils nach Karystos.

Arkitsa (Region Phthiotis, Nord-Festland) nach Loutra Edipsou (Edipsos) im Nordwesten Euböas.

Glyfa (Festlandküste Zentralgriechenlands) nach Agiokambos.

Skala Oropou / Oropos (bei Attika, nahe Athen) nach Eretria.

Mobilität vor Ort

 Ein Mietwagen ist sehr praktisch, um die Insel in allen Facetten zu erleben. In dicht besiedelten Teilen gibt es aber auch Busverbindungen.

Sicherheit

Informiere dich vorab über mögliche Naturgefahren (z. B. Hitze, Feuer) und plane Ausflüge in entlegene Regionen sorgfältig.

Fazit und Ausblick

Euböa ist mehr als nur eine Insel – sie ist ein Kaleidoskop der griechischen Natur, Kultur und Geschichte. Sie bietet dir die Ruhe, den Charme und die Tiefe, die man bei bekannteren Inseln oft vergeblich sucht. Gleichzeitig steht sie vor großen Herausforderungen, insbesondere im Bereich Umwelt und Naturschutz. Doch genau hier liegt ihre Chance: Mit verantwortungsvollem Tourismus und engagierten Bewohnern kann Euböa nicht nur wieder erblühen, sondern auch ein Modell für nachhaltige Inselentwicklung sein.

Wenn Du also das nächste Mal an Griechenlands Küste bist, solltest du unbedingt einen Blick nach Evia werfen – denn diese Insel hat viel zu geben.

Letzte Aktualisierung: 19. Dezember 2025