Amorgos – Ursprüngliche Kykladeninsel mit Charakter

Die griechische Insel Amorgos gilt als Geheimtipp unter den Kykladen in der Ägäis. Während Inseln wie Santorin oder Mykonos jährlich Millionen Besucher anziehen, bewahrt sich Amorgos eine wohltuende Zurückhaltung. Hier geht es langsamer zu, stiller und ursprünglicher. Wer einen authentischen Griechenland-Urlaub sucht, findet auf Amorgos eine Insel, die nicht beeindrucken will – und genau deshalb beeindruckt.

Die Insel wurde bekannt durch den Film „Im Rausch der Tiefe“ („Le Grand Bleu“ / „The Big Blue“) von Luc Besson aus dem Jahre 1988. Ein Großteil des Films wurde auf Amorgos gedreht, insbesondere Szenen rund um die Küste und das Meer. Die spektakulären Klippen und das kristallklare Wasser der Insel boten die perfekte Kulisse für die Tauchszenen.

Wo liegt Amorgos?

Amorgos liegt im östlichen Teil der Kykladen und ist eine der östlichsten bewohnten Inseln der Inselgruppe. Mit ihrer schmalen, langgezogenen Form und einer Länge von rund 33 Kilometern wirkt sie größer, als sie tatsächlich ist. Die Küsten sind größtenteils steil, das Inselinnere gebirgig.

Trotz der vergleichsweise abgeschiedenen Lage ist Amorgos gut erreichbar – meist per Fähre von Athen (Piräus) oder über andere Kykladeninseln wie Naxos oder Paros.

Um Amorgos gibt es mehrere kleine unbewohnte Inseln und Felsen, die zu den Kykladen gehören. Sie sind meist felsig, klein und unerschlossen – ideal für Wanderer, Naturliebhaber oder Bootsausflüge, aber nicht für Daueraufenthalte.

Der besondere Charakter der Insel Amorgos

Die Landschaft von Amorgos ist rau, bergig, kontrastreich und von einer stillen Dramatik geprägt. Sie gehört zu den ursprünglichsten innerhalb der Kykladen und unterscheidet sich deutlich von den sanfteren, runderen Inseln der Region.

Das Inselinnere wird von einem gebirgigen Rücken durchzogen, dessen Gipfel teils über 800 Meter hoch aufragen. Schmale Straßen und alte Maultierpfade winden sich durch steinige Hänge, Terrassenfelder und karge Hochlagen. Die Vegetation ist spärlich, aber widerstandsfähig: niedrige Sträucher, Kräuter, vereinzelte Olivenbäume und Ziegen prägen das Bild. Besonders im Frühling zeigt sich die Landschaft überraschend grün und von Wildblumen durchzogen.

Die Küsten von Amorgos sind überwiegend steil und felsig. Hohe Klippen fallen abrupt ins Meer ab, dazwischen liegen schmale Buchten und Kiesstrände mit kristallklarem Wasser. Das Meer schimmert in intensiven Blau- und Türkistönen, die je nach Licht und Wind ständig ihre Farbe wechseln. Viele Strände sind nur zu Fuß oder über schmale Wege erreichbar, was ihre ursprüngliche Atmosphäre bewahrt.

Die Landschaft von Amorgos

Die Landschaft von Amorgos ist rau, bergig, kontrastreich und von einer stillen Dramatik geprägt. Sie gehört zu den ursprünglichsten innerhalb der Kykladen und unterscheidet sich deutlich von den sanfteren, runderen Inseln der Region.

Das Inselinnere wird von einem gebirgigen Rücken durchzogen, dessen Gipfel teils über 800 Meter hoch aufragen. Schmale Straßen und alte Maultierpfade winden sich durch steinige Hänge, Terrassenfelder und karge Hochlagen. Die Vegetation ist spärlich, aber widerstandsfähig: niedrige Sträucher, Kräuter, vereinzelte Olivenbäume und Ziegen prägen das Bild. Besonders im Frühling zeigt sich die Landschaft überraschend grün und von Wildblumen durchzogen.

Die Küsten von Amorgos sind überwiegend steil und felsig. Hohe Klippen fallen abrupt ins Meer ab, dazwischen liegen schmale Buchten und Kiesstrände mit kristallklarem Wasser. Das Meer schimmert in intensiven Blau- und Türkistönen, die je nach Licht und Wind ständig ihre Farbe wechseln. Viele Strände sind nur zu Fuß oder über schmale Wege erreichbar, was ihre ursprüngliche Atmosphäre bewahrt.

Amorgos Landschaft mit Ort Aegiali

Typische Landschaft der Insel mit der Bucht von Aegiali

Die Windmühlen von Amorgos

Rund um die Chora von Amorgos stehen mehrere traditionelle Windmühlen, die still über der Landschaft wachen. Sie stammen überwiegend aus dem 18. und 19. Jahrhundert und wurden einst zum Mahlen von Getreide genutzt – eine sinnvolle Anpassung an die windreiche Insel. Heute sind die meisten Windmühlen außer Betrieb, teils restauriert, teils dem Verfall überlassen. Gerade diese Unvollkommenheit verleiht ihnen ihren Reiz: Sie wirken nicht dekorativ inszeniert, sondern wie selbstverständliche Bestandteile der Landschaft. Besonders in den frühen Morgenstunden oder bei untergehender Sonne prägen sie das Bild der Chora und erinnern an eine Zeit, in der der Wind nicht nur das Klima, sondern auch den Alltag bestimmte.

Die schönsten Orte auf Amorgos

Chora von Amorgos – Weißes Herz der Insel

Die Chora ist der Hauptort der Insel und liegt erhöht über der Küste und zählt zu den schönsten Hauptorten der Kykladen. Enge, labyrinthartige Gassen, weiß getünchte Häuser, blühende Bougainvillea und kleine Plätze prägen das Ortsbild.

Abends füllt sich die Chora langsam mit Leben. Tavernen, kleine Bars und Cafés öffnen ihre Türen, ohne je laut oder hektisch zu werden. Von der venezianischen Burg oberhalb des Ortes bietet sich ein beeindruckender Blick über die Insel.

Chora - Hauptstadt von Amorgos

Chora – der Hauptort der Insel

Katapola – Entspannter Hafenort

Katapola, geschützt in einer Naturbucht gelegen, ist einer der beiden Häfen von Amorgos und für viele Besucher der erste Kontakt mit der Insel. Der Ort wirkt offen und freundlich, mit Tavernen direkt am Wasser und kurzen Wegen. Hier lässt sich das Ankommen besonders gut genießen.

Katapola auf Amorgos

Katapola mit Hafen

​Aegiali – Lebendig, aber entspannt

Im Norden liegt Aegiali (Foto s. weiter oben), der zweite Hafen. Der Ort ist etwas lebhafter, besonders in der Hochsaison, bleibt aber weit entfernt vom Massentourismus. Aegiali ist ein guter Ausgangspunkt für Wanderungen und bietet eine schöne Mischung aus Strand, Cafés und Unterkünften.

Sehenswürdigkeiten auf Amorgos

Kloster Panagia Chozoviotissa

Das wohl bekannteste Wahrzeichen der Insel ist das Kloster Chozoviotissa. Spektakulär in eine senkrechte Felswand gebaut, scheint es fast mit dem Berg zu verschmelzen. Der Aufstieg über zahlreiche Stufen ist anstrengend, wird aber mit einem atemberaubenden Blick über das tiefblaue Ägäische Meer belohnt.

Der Ort strahlt eine besondere Ruhe aus – unabhängig von religiöser Zugehörigkeit.

Panagia Hozoviotissa

Kloster Panagia Chozoviotissa

Antikes Minoa bei Katapola

Die bedeutendste archäologische Stätte ist das antike Minoa, oberhalb des heutigen Hafenortes Katapola. Die Siedlung war in der Antike eine der drei wichtigen Städte der Insel (neben Aigiali und Arkesini).

Erhalten sind unter anderem:

  • Reste von Stadtmauern
  • Fundamente von Wohnhäusern
  • eine kleine Akropolis
  • Spuren von Heiligtümern

Von hier aus bietet sich ein weiter Blick über die Bucht von Katapola, der die strategische Lage der antiken Stadt gut nachvollziehbar macht.

Wandern auf Amorgos – Die Insel zu Fuß entdecken

Wandern auf Amorgos gehört zu den intensivsten Arten, die Insel kennenzulernen. Ein gut ausgebautes Netz aus alten Maultierpfaden verbindet Dörfer, Klöster und Aussichtspunkte. Viele Wege sind jahrhundertealt und führen durch unberührte Landschaften.

Typisch sind:

  • steinige Pfade
  • Trockenmauern
  • weite Blicke über Meer und Berge
  • absolute Stille

Beim Wandern wird klar, dass Amorgos keine Kulisse ist, sondern ein Lebensraum. Wer sich darauf einlässt, erlebt die Insel besonders intensiv.

Strände auf Amorgos

Die Strände von Amorgos sind überwiegend naturbelassen. Du findest keinen Sandstrand bis auf kleine Sandabschnitte; es dominieren Kiesstrände und Felsbuchten mit kristallklarem Wasser. Viele Strände sind nur über schmale Straßen oder Wanderwege erreichbar, was sie angenehm ruhig hält.

Das Meer rund um Amorgos zeigt sich in intensiven Blau- und Türkistönen – besonders eindrucksvoll bei ruhigem Wetter und tief stehender Sonne.

Die Strände von Amorgos sind überwiegend naturbelassen. Du findest keinen Sandstrand bis auf kleine Sandabschnitte; es dominieren Kiesstrände und Felsbuchten mit kristallklarem Wasser. Viele Strände sind nur über schmale Straßen oder Wanderwege erreichbar, was sie angenehm ruhig hält.

Das Meer rund um Amorgos zeigt sich in intensiven Blau- und Türkistönen – besonders eindrucksvoll bei ruhigem Wetter und tief stehender Sonne.

Agia Anna

Der Strand Agia Anna ist einer der bekanntesten Strände von Amorgos und liegt an der Ostküste der Insel, in der Nähe des Ortes Chora. Er ist vor allem wegen seiner natürlichen Schönheit und seiner Lage direkt unterhalb des spektakulären Klosters Panagia Chozoviotissa beliebt.

Beschaffenheit: Agia Anna ist ein kleiner Kiesstrand mit klarstem, türkisblauem Wasser. Es gibt kaum Sand, dafür glatte Kiesel und felsige Bereiche, die das Baden sehr klar machen.

Lage: Der Strand liegt direkt am Fuße der Klippen, auf denen das Kloster thront. Diese spektakuläre Kulisse macht ihn besonders fotogen.

Zugang: Er ist zu Fuß über einen Treppenweg vom Parkplatz oder dem Wanderweg vom Kloster erreichbar. Die Abgeschiedenheit sorgt dafür, dass der Strand oft ruhig ist, auch in der Hochsaison.

Aktivitäten: Ideal zum Schwimmen, Schnorcheln oder einfach zum Entspannen. Das Wasser ist klar und tief genug, um auch vom kleinen Felsen aus hineinzuspringen.

Kalotaritissa

Der Strand Kalotaritissa liegt im südlichsten Teil von Amorgos, in der abgelegenen Region Kato Meria, und gehört zu den ursprünglichsten und ruhigsten Stränden der Insel. Schon die Anfahrt macht deutlich, dass man sich hier fernab der bekannteren Orte bewegt: Die Landschaft wird weiter, karger und stiller.

Lage und Charakter: Kalotaritissa ist eine weite, offene Bucht, die aus feinem Kies und grobem Sand besteht – einer der wenigen Strände auf Amorgos, an dem sich sandige Abschnitte finden lassen. Die Bucht öffnet sich nach Süden und vermittelt ein Gefühl von Weite und Abgeschiedenheit. Bebauung gibt es kaum, die Umgebung ist landwirtschaftlich geprägt und wirkt fast archaisch.

Meer und Baden: Das Meer ist klar und tiefblau, kann jedoch – je nach Wind – auch unruhig sein, da die Bucht relativ offen liegt. An windstillen Tagen ist Kalotaritissa ein hervorragender Ort zum Schwimmen, an windigen Tagen zeigt sich die Kraft der Ägäis besonders eindrucksvoll. Der Strand fällt moderat ab und bietet viel Platz, selbst in der Hochsaison.

Atmosphäre und Infrastruktur: Kalotaritissa ist nicht organisiert. Es gibt  nur eine einfache Infrastruktur. Gerade das macht den Reiz aus. Oberhalb des Strandes befindet sich eine kleine, einfache Taverne, die regionale Gerichte anbietet und den Ort mit einem Hauch von Alltag belebt.

Kalotaritissa Beach

Der Strand Kalotaritissa

Mouros Beach

Der Strand Mouros (oft auch Mouros Beach genannt) ist einer der landschaftlich schönsten, aber relativ ruhigen und naturbelassenen Strände auf Amorgos. Er liegt im südlichen Teil der Insel, etwa 12 Kilometer von der Chora entfernt, in der Nähe des kleinen Dorfes Kamari/Kato Meria. 

Landschaft: Mouros ist ein kleiner, kieseliger Naturstrand, umgeben von imposanten Felsformationen und teils steilen Felswänden. Die dramatische Umgebung verleiht ihm einen wilden, ursprünglichen Charakter – ganz anders als die größeren, oft belebteren Strände der Insel.

Wasser: Das Meer hier ist tiefblau und kristallklar, ideal zum Schwimmen und Schnorcheln. Besonders attraktiv sind die kleinen Unterwasserhöhlen und Felsbuchten am rechten Strandende, die sich beim Erkunden mit Maske lohnen.

Zugang: Die Straße zum Strand ist steil und kurvenreich, mittlerweile aber asphaltiert, so dass man Mouros Beach gut mit dem Auto oder Roller erreichen kann. Vom Parkplatz aus führt ein kurzer, aber etwas steiler Weg hinunter zum Wasser. 

Ausstattung: Mouros ist unorganisiert – es gibt keine Sonnenschirme oder Liegen und nur sehr begrenzte Infrastruktur. Dafür findest du direkt oberhalb des Strandes eine kleine Taverne mit Blick auf’s Meer, perfekt für eine Erfrischung nach dem Baden.

Der Strand von Agios Pavlos

Der Strand von Agios Pavlos liegt an der Nordostküste von Amorgos und gehört zu den ruhigeren, zugleich aber gut erreichbaren Badeplätzen der Insel. Er besteht überwiegend aus feinem Kies, der stellenweise in gröberen Sand übergeht. Das Wasser ist außergewöhnlich klar und fällt relativ flach ab, was den Strand auch für längere Badetage angenehm macht.

Die Bucht ist nach außen offen, aber dennoch vergleichsweise gut geschützt. Besonders auffällig ist der weite Blick auf die gegenüberliegende, unbewohnte Insel Nikouria, die dem Strand eine fast lagunenartige Atmosphäre verleiht. Am Strand gibt es eine kleine Taverne sowie einige Liegen und Sonnenschirme, ohne dass der Ort seinen ruhigen, natürlichen Charakter verliert.

Die Strände der Insel Nikouria

Direkt gegenüber von Agios Pavlos liegt die unbewohnte Insel Nikouria, die per kleinem Boot oder Wassertaxi in wenigen Minuten erreichbar ist. Die Insel besitzt mehrere kleine Buchten, deren Strände größtenteils aus feinem Kies und hellen Steinen bestehen.

Die Strände von Nikouria sind:

  • vollkommen naturbelassen

  • frei von Bebauung

  • von flachem, kristallklarem Wasser umgeben

Das Meer schimmert hier oft in besonders intensiven Blau- und Türkistönen, da es kaum Sediment und wenig Strömung gibt. Die Stille ist auffallend – abgesehen vom Wind und den Booten, die tagsüber Besucher bringen, gibt es keine Geräusche.

Nikouria eignet sich hervorragend zum Schwimmen, Schnorcheln und ruhigen Verweilen. Wer die Insel besucht, erlebt eine Art Gegenpol selbst zum ruhigen Amorgos: noch reduzierter, noch abgeschiedener, fast zeitlos.

Kulinarik auf Amorgos – Einfach, regional, gut

Die Küche von Amorgos ist typisch kykladisch: schlicht, ehrlich und stark regional geprägt. Auf den Speisekarten finden sich:

  • lokale Käsesorten
  • Lamm- und Ziegengerichte
  • Hülsenfrüchte
  • frischer Fisch und Meeresfrüchte

Besonders bekannt ist der Psimeni Raki, ein lokaler Likör aus Raki, Honig und Gewürzen. Er wird oft als Digestif angeboten – manchmal ganz selbstverständlich, ohne gefragt zu werden.
Was mir gefiel: Essen ist hier kein Event, sondern Teil des Alltags.

Beste Reisezeit

Amorgos hat keinen Flughafen. Die Anreise über den Luftweg ist also nur über andere Kykladeninseln oder Athen möglich. Die Anreise nach Amorgos erfolgt über Fähren; die Insel hat zwei Häfen, die als Hauptzugänge dienen.

Für wen eignet sich Amorgos

Amorgos ist ideal für:

  • Individualreisende
  • Wanderfreunde
  • Ruhesuchende

Weniger geeignet ist die Insel für:

  • Pauschaltourismus
  • Partysuchende
  • Reisende, die ausschließlich Sandstrände erwarten

Fazit: Amorgos bleibt im Gedächtnis

Amorgos in Griechenland ist keine Insel, die sich aufdrängt. Sie erschließt sich langsam, fast leise. Wer bereit ist, Tempo herauszunehmen, wird mit intensiven Eindrücken, spektakulärer Natur und einer selten gewordenen Authentizität belohnt.

Für mich ist Amorgos eine Insel, die nicht überwältigt – sondern nachwirkt. Und vielleicht ist genau das ihre größte Stärke.

Letzte Aktualisierung: 25. Januar 2026